Alles begann mit meinem Studium und meiner damaligen Bachelorarbeit zum Thema Nachhaltigkeit. Beim Reisen wurde dieses immer größer, aber irgendwann reichte der Begriff nicht mehr aus, um meine Lebensphilosophie zu beschreiben. Auch Entfremdung, Selbstfindung, alternatives Nomadenleben und sonstige Bezeichnungen fühlten sich nie stimmig an und beschrieben nicht mein Ich.

Und dann stolperte ich über den Buddhismus und die Lehre des Noblen Achtfachen Pfades. Und da stand auf einmal der Begriff vor mir: die Achtsamkeit.

The Noble Eightfold Path

„Das größte Hindernis im Leben ist die Erwartung, die uns an das Morgen bindet und uns das Heute verlieren lässt. Was in der Hand des Schicksals liegt, darüber willst du verfügen; was du selbst in der Hand hast, das lässt du los. Wonach hältst du Ausschau, worauf richtest du deine Hoffnungen? Alles, was noch kommt, liegt im Ungewissen: Jetzt sollst du leben!“ – Seneca, ‚Von der Kürze des Lebens‘

The Sound of Silence

Als einer der wichtigsten Themen des alltäglichen Leben ist es nicht verwunderlich, dass Kommunikation auch im Buddhismus Erwähnung findet. Die moralische Gruppe des Achtfachen Pfades beschäftigt sich unter anderem mit der korrekten Rede; die hier angeführten Vorgaben haben allerdings mehr mit gesundem Menschenverstand, als besonderen Regeln zu tun. Wieso fällt mir die Umsetzung dieser also oftmals so schwer?

Vipassana

Aus Interesse und um meinen Aufenthalt in Indien im August 2014 etwas abwechslungsreicher zu gestalten, beschloss ich – gemeinsam mit meinem damaligen Partner – einen 10-tägigen Meditationskurs in Jodhpur, Rajasthan zu machen. Dabei handelte es sich um eine buddhistische Meditationslehre, die sich Vipassana nennt und aus Myanmar nach Indien zurück gebracht wurde. Diverse Meditationscentre lassen sich auf der ganzen Welt finden; angeboten werden 10- und 23-tägige Kurse, wobei für Letzteres ein 10-tägiger Kurs bereits absolviert worden sein muss.